Glücksmädchen

Mikaela Bley

Mikaela Bley - Glücksmädchen

Kurzbeschreibung

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke . Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?

Mikaela Bley – Glücksmädchen

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 3548288448
Originaltitel: Lycke


Rezension

Ellen arbeitet als Journalistin. Da sagt ihr Chef, dass sie den Fall der vermissten achtjährigen Lycke verfolgen soll. Ellen nimmt das als persönlichen Affront, denn ihr Chef und Ex-Liebhaber weiß, dass ihre Zwillingsschwester tödlich verunglückte. Ellen stürzt sich in die Nachforschungen und schon bald bildet sich ein trauriges Bild von Lycke. In der Schule wird sie gemobbt, sie hat keine Freunde. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen und weder bei der Mutter noch bei dem Vater und dessen neue Familie fühlt sie sich wohl. Die einzige Person, die sich um Lycke wirklich Sorgen macht, ist das Kindermädchen Mona. Bei den weiteren Recherchen wird Ellen dann immer weiter in die von Geschenisse emotional hineingezogen. Denn Ellen selbst hat sich den Tod ihrer Schwester selbst niemals verziehen.

Mit dem Thema „Scheidungskind“ hat sich Mikaela Bley ein ernstes und leider sehr trauriges Thema ausgesucht und auch sehr gut umgesetzt. Gezeichnet wird ein Mädchen, welches von ihren Eltern total vernachlässigt wird, so dass das Kind das Gefühl hat, nirgendwo dazuzugehören und überflüssig zu sein. Das Handeln der Hauptprotagonistin Ellen fand ich größtenteils irrational und teilweise unlogisch. Trotz dieses Mangels ist das Buch spannend und flüssig geschrieben.

Fazit: Das Buch ist ein gelungenes Erstlingswerk mit einem sehr brisanten Thema, welches feinfühlig umgesetzt wurde.

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